Marius hatte Jahre gebraucht, um diesen blühenden Zustand zu erreichen. Harte und schwierige Jahre, die es zu überstehen galt und die es zu überwinden galt. Marius hatte nicht einen einzigen Tag lang aufgegeben. Er hatte alles durchgemacht, in Form von Entbehrungen; er hatte alles getan, außer sich zu verschulden. Er schätzte sich selbst so ein, dass er noch nie jemandem einen Sou geschuldet hatte. Für ihn war eine Schuld der Anfang der Sklaverei. Er war sogar der Meinung, dass ein Gläubiger schlimmer ist als ein Herr; denn ein Herr besitzt nur deine Person, ein Gläubiger besitzt deine Würde und kann sie missbrauchen. Anstatt zu borgen, aß er nicht. Er hatte viele Tage des Fastens hinter sich. Er spürte, dass alle Extreme aufeinandertreffen und dass die Erniedrigung des Vermögens, wenn wir nicht aufpassen, zur Niedertracht der Seele führen kann, und hütete eifersüchtig seinen Stolz. Eine solche Gewohnheit oder eine solche Haltung, die in jedem anderen Zustand ehrerbietig gewirkt hätte, erschien ihm demütigend, und er stemmte sich dagegen. Er riskierte nichts, denn er wollte keinen Schritt zurückgehen. Er hatte eine Art strenge Röte auf seinem Gesicht. Selbst vor Unhöflichkeit hatte er Scheu. In all seinen Prüfungen fühlte er sich ermutigt und manchmal sogar von einer geheimen Kraft in seinem Inneren getragen. Die Seele hilft dem Körper und erhebt ihn in bestimmten Augenblicken. Sie ist der einzige Vogel, der seinen Käfig aufrechterhält.